Airbnb Kuba – neu im Lande!

Airbnb Kuba? Ein kapitalistisches Unternehmen aus San Francisco erobert gerade im Sturm den Bed&Breakfast Markt im kommunistischen Land! Wie gibt’s das denn bitte? Ganz einfach – Privatunterkünfte –die Casas Particulares– sind schon seit jeher fester bestandteil der kubanischen „Hotelerie“. Vom Staat werden Lizenzen an Privatleute vergeben die damit Zimmer an Toursiten vermieten dürfen. Und das wird erfolgreich betrieben, schließlich bringen solche Vermietungen Geld in die Haushaltskassen, und das nicht zu knapp. Manch einer verdient mit den Vermietungen ein vielfaches wie er mit „normaler“ einfacher Arbeit verdienen würde.

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airbnb Kuba

Insgesamt  21000 Privatunterkünfte gibt es im Land. Zum Start vom Kuba Airbnb Listing waren ca. 1000 Unterkünfte zu finden, ein Jahr später gleich 4000! Und so geht es im Sauseschritt voran, die meisten Kubaner sind erfreut über ein gutes Buchungssystem. Die einzigen die sich weniger freuen dürfen sind die Straßenschlepper, die Touristen an die Pensionen vermitteln und dadurch eine Provision erhalten. Die streicht der zentrale Organisator mit Internetnaschluss ein, und ein Teil geht natürlich an Airbnb selbst.

Neben Airbnb auf Kuba hat nun auch Starwood einige der Luxushotels im Land übernehmen dürfen. Zum Unternehmen gehören Le Méridien, Sheraton und Westin. Weiteres „Einkaufen“ westlicher Unternehmen ist somit der Weg in sozialistische Land gebahnt, und es wird sich bestimmt noch einiges tun in den nächsten Jahren. Man mag das kritisch sehen, aber sollte auch bedenken dass der Ansturm an Touristen nicht mehr mit den vorhandenen Unterkünften gedeckt werden kann, es müssen auch neue Unterkünfte- egal ob Bead and Breakfasts, kleine Hotels oder Luxusschuppen- gebaut oder saniert werden.

Wie funktioniert Airbnb auf Kuba?

Das Internet ist immer noch nicht gut auf Kuba, aber das hält die geschäftstüchtigen Vermieter nicht davon ab über die Onlineplattform zu agieren. Wer einen Interntanschluss hat verwaltet zum Beispiel die umliegenden Casas für seinen Nachbarn mit. Oder benutzt eben ein-zweimal am Tag das teurer Handy-Internet wenn es kein Wifi gibt.

Inoffiziell übernimmt ein „Partner“ so die Buchungsanfragen indem er praktisch gesagt auf einer Parkbank neben einem Wifi hotspot sitzt, und zahlt indirekt die Vermieter nach Buchung aus. Airbnb funktioniert also wunderbar auf Kuba!

So buchen Sie ein Privatunterkunft über Airbnb

Eines vorweg – man sollte sich nicht entmutigen lassen wenn man nicht so schnell Antwort auf Anfragen bekommt wie gewohnt. Das oben erwähnte Interntproblem ist dafür Verantwortlich und hat nichts mit der Mentalität der Kubaner zu tun. Einfach etwas Geduld mitbringen.

Zusätzlich ist es wie bei den Oldtimern manchmal schwierig den wirklichen Zustand der Wohnungen zu beurteilen, wobei man auf Kuba noch richtig gute Chancen hat ein tolles Zimmer mit kolonialem Flair zu bekommen! Eine sympatische Alternative zu All-Inklusive Bunkern sind die Casas auf alle Fälle, und günstiger sind sie auch noch!

Das Gute an AirBnB – man kann im Internet schon sorgfältig vorsortieren und anhand der Bilder einen guten ersten Eindruck erhalten. Früher war das ja nicht so einfach mit den dürftigen Infos einiger Beschreibungen der Casas zu entscheiden ob einem die Unterkunft passt. Und dass alles auf spanisch und am Telefon abzuklären war auch für viele nicht gerade einfach. Unser Tipp also: frühzeitig informieren, und vielleicht nicht zu lange buchen damit man eventuell noch die Unterkunft wechseln kann falls man sich vor Anreise nicht sicher ist ob man sein Top-Casa gefunden hat.